Von der Farbe zur Form
Kindergarten-Ensemble bei Stuttgart
Angelehnt an die Ittensche Farbenlehre haben die Stuttgarter Architekten Käppel + Klieber im September 2014 in der Baden-Württembergischen Stadt Gerlingen eine neue Kindertagesstätte mit Familienzentrum fertiggestellt. Der dreiarmige Baukörper ging 2012 als Siegerarbeit einer sogenannten betreuten „Planungskonkurrenz“ hervor. Das Büro Käppel + Klieber setzte sich mit seinem Entwurf damals unter anderen gegen die Stuttgarter Architekten Lederer Ragnarsdóttir Oei durch.
Auf einem Grundstück des Stadtteils Gehenbühl – direkt neben einer unbebauten Wiese – sollten ein Montessori-Kindergarten, ein städtischer Kindergarten und ein Familienzentrum kombiniert werden. Die Architekten haben diese Einrichtungen in jeweils drei Flügeln angeordnet, die strahlenförmig in einem zentralen Bistro zusammenlaufen. Die einzelnen Gruppenräume reihen sich an breite Spielkorridore. Vorteil des sternförmigen Grundrisses sind die kurzen Wege sowie die Möglichkeit, jeder Institution eine eigene Terrasse und Freibereiche zuzuordnen. Bei geöffneten Toren lassen sich diese dann zu einem gemeinsamen Garten erweitern.
Neben der Grundrissgestaltung ist vor allem das Farbkonzept ein auffälliges Merkmal des rund sieben Millionen teuren Neubaus: Während sich die Fassadengestaltung mit weißem Putz und hellen hölzernen Fensterläden eher zurücknimmt, ist die Farbgebung der Räume um so bunter und leuchtender. Einzelne grell gestrichene Wände und Möbel sollen im Zusammenspiel mit bunt gefärbten Gläsern je nach Tages- und Jahreszeit für unterschiedliche Stimmungen sorgen. Die Ittensche Farbenlehre findet aber auch pädagogisch ihre Anwendung und hilft den Kindern außerdem bei der Orientierung. Es ist also weniger die Haptik verschiedener Materialien, als viel mehr das Spiel der Farben, die diesen Entwurf prägen. (fw)
Fotos: Mario P. Rodrigues
Ich bitte um etwas qualifiziertere Kommentare.
Entweder es ist zu bunt für die Kids oder zu monochrom und trist... Mal ist die Architektur zu kindlich, mal zu hart.
"Gefängnisse" sind nicht ok. "Bunte Kisten" aber auch nicht...
scheinbar scheiden sich an Kitas die meisten Geister.
Wo werden denn Kidnergärte nwirklich bun? Geht mal in einen, SPielzueg macht es bunt und Kidnerkleidung.
Vielleicht mal das ganze Gebäude bewerten und den Entwurf nicht nur auf die Farben reduzieren.
1) Die Kinder sind nicht immer drinnen, wahrscheinlich sogar insg. mehr draußen.
2) Draußen sieht's blubbs langweilig aus.
3) Nicht alle Räume sind farbig.
4) Wenn die Klamotten an den Haken hängen geht eher die Farbe weg. Zumindest wenn das alles Architektenkinder sind, die habe eh nur schwarze Sachen an.
Also ich find's gut.