Wolkenkubus
Minihaus in Köln
Nein, dieses Miniwohnhaus steht nicht in Japan, sondern im Kölner Stadtteil Müngersdorf – ein Stückchen westlich von Ehrenfeld. „Cloud2“ nennt Architekt Seyed Mohammad Oreyzi das kürzlich bezogene Wohnhausprojekt, das sein Team von smo Architektur (Köln) für einen privaten Bauherrn entworfen und geplant hat.
Der Entwurf sollte zwei konträre Grundbedürfnisse des Menschen vereinen, es sollte extrovertiert und introvertiert zugleich sein, Freiheit und Geborgenheit bieten. „Der Entwurf verbindet zwei Grundrisstypologien: den Raumplan von Adolf Loos und den Plan Libre Le Corbusiers“, erklärt der im Iran geborene Architekt. „Während das Erdgeschoss auf Gartenniveau nahezu aus einem einzigen offenem Raum besteht, unterteilt sich das Obergeschoss in eine Vielzahl unterschiedlich proportionierter Körper, die gleich einer Wolke über dem gläsernen Erdgeschoss zu schweben scheinen. Die individuelle Anordnung der einzelnen Volumina unterstützen das introvertierte Wohnen.“
Das Grundstück befindet sich in einem ruhigen Wohnviertel am Alten Militärring, angrenzend an eine historische Hofanlage. In näherer Nachbarschaft befindet sich ein kleines Gästehaus, das smo Architektur 2005 in Zusammenarbeit mit Oswald Mathias Ungers geplant haben. Die Idee, das Erdgeschoss maximal offen und durchlässig zu gestalten, und das auf Straßenniveau liegende Obergeschoss zu schließen, entstand durch den Höhenunterschied des Grundstücks zur Straße. Das Gebäude wird über eine Brücke erschlossen, um den Weg vom Öffentlichen in das private Wohnen erlebbar zu machen. Die Eingangsebene ist ein Splitlevel, das Ober- und Untergeschoss verbindet. Von hier führen zwei Blickrichtungen einmal durch den offenen Wohnraum des Erdgeschosses hindurch in den Garten und hinauf in die Räume des Obergeschosses.
Im Erdgeschoss liegen Küchen- , Ess- und Wohnbereich sowie ein Bibliotheksraum mit Zugang zum Lichthof und eines der zwei Kinderzimmer. Im Obergeschoss befindet sich ein weiteres Kinderzimmer, ein Badezimmer und der Bereich der Eltern, der als eine Suite konzipiert ist.
Drei unterschiedlich große quadratische Fensterformate perforieren die introvertierten Räume des Obergeschosses. „Die Anordnung der Fenster erzeugt eine individuelle Lichtinszenierung jedes Raumes und vermeidet die Blickachse zum Nachbarn“, erläutert Oreyzi. „Eine weitere Besonderheit ist die originelle Dachlandschaft, die bei Regen einen gestuften Wassergarten in Form von Kaskaden entstehen lässt.“
Fotos: Rainer Mader
Ansonsten kann ich an dem Gebäude weder orignielle Formen, noch Farben erkennen.
Die übliche Tristess und die üblichen gestaltungslosen Fassaden!
Über das Niveau ist die heutige Architektur meist schon hinaus (siehe Dresden, Potsdam, Frankfurt).
Nun das ist ein Durchschnitt für alle Deutschen in Alt und Neubauten. Da 40% der Haushalte nunmal Singlehaushalte sind und viel dieser Leute in den Altbauten der Grossstädte leben, täuschen diese zahlen. Es gibt einfach nicht genug adäquaten Wohnraum für Singles. Viel mehr junge Leute studieren heutzutage, sind also länger Single, viele junge Menschen gründen keine Familie mehr. Sie sind dann Pärchen aber jede will seine eigenen 4 Wände behalten. So müssen diese Singles in 2 Raumwohnungen leben weil es keine kleineren Wohnungen gibt.
Wenn man Flächenfrass bekämpfen will sollte man in Städten wie Berlin anfangen, dort stehen tausende m2 verdichte Fläche brach, da ist Potential. Wir sollten froh sein das es noch mutige private Hausbauer gibt die nicht bei Firma Fertighaus kaufen. Ein grosses Haus auf grossem Grundstück wäre es so oder so geworden.
DAS KANNSTE LAUT SAGEN