Die Panzerhalle von Soesterberg
Nationales Militärmuseum in den Niederlanden fertig
Militär- und Luftfahrtgeschichte als Vehikel für Architektur-Avantgarde? Was Daniel Libeskind in Dresden oder Pysall Ruge in Krakau gelungen ist, versucht jetzt das Büro Felix Claus Dick van Wageningen Architects im niederländischen Soest zwischen Amersfoort und Utrecht. Auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffenstützpunkts Soesterberg wird im Dezember das Nationale Militärmuseum der Niederlande eröffnet. Die Ausstellungsgestaltung stammt von Kossmann.dejong, die Landschaftsarchitektur von H+N+S Landscape Architects.
Im Zentrum des Komplexes steht eine neu erbaute Museumshalle mit den Außenmaßen von 110 x 170 Metern, einer Höhe von 17 Metern und einer Ausstellungsfläche von 20.000 Quadratmetern. Im Erdgeschoss befindet sich ein „Tageslicht-Museum“, das einen chronologischen Überblick über 1.000 Jahre Militärtechnologie bietet. Zur Ausstellung gehören zahlreiche große Exponate wie Panzer, Flugzeuge, Panzerfahrzeuge und Helikopter.
Im Obergeschoss befindet sich schließlich eine „Black Box“, die eine thematische Ausstellung ohne Tageslicht beherbergt. Hier wurden sieben „theatralische Umgebungen“ realisiert. Die Ausstellungen zeigen, wie die bewaffneten Streitkräfte mit der Welt um uns herum verwoben sind.
Das Nationale Militärmuseum ist ein Zusammenschluss des ehemaligen militärischen Luftfahrtmuseums in Soesterberg und des ehemaligen Armeemuseums in Delft. Zur feierlichen Eröffnung am 11. Dezember wird der niederländische König Willem Alexander erwartet; das einfache Fußvolk erhält erst am 14. Dezember Einlass. (-tze)
Fotos: Anne Reitsma
wie man heute noch (oder schon wieder?) Militaria derartig verherrlicht ..denn nichts anderes geschieht hier; und zwar ohne jegliche kritische Dar- oder Fragestellung.
Da können vierjährige Mädchen Maschingewehre in die Hand nehmen und sich von ihren begeisterten Vätern fotografieren lassen.
Da stehen fünfjährige Jungen mit ihren staunenden Müttern auf virtuellen Schießbahnen, um auf menschliche Figuren (nicht etwa Scheiben) zu zielen, zu treffen und zu beeindrucken.
Liebe Niederländer,
gerade nach Euren leidvollen Erfahrungen in von uns Deutschen verschuldeten Weltkriegen hätte ich einen anderen Umgang mit Kriegsgerät erwartet und gewünscht.
Die perfekt gestylte Ausstellung sieht aus, als sei sie von großen Rüstungsfirmen finanziert worden ich bin fassungslos!
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Dem Beitrag hätten mehr Bilder von der Architektur als nur von den Exponaten gut getan.
Schade!