Splash of Joy
Renzo Pianos farbiges Quartier in London fertig
Farbe ins graue London bringen: so verteidigte sich kürzlich Renzo Piano für die bunten Fassaden seines gerade fertig gestellten, zentral gelegenen Stadtquartiers im Londoner West End, unweit von St. Giles Circus an der Straßenkreuzung von Oxford Street, New Oxford Street, Charing Cross Road und Tottenham Court Road (siehe dazu auch BauNetz-Meldung vom 28. März 2008).
Gebaut hat er hier einen Gebäudekomplex, der im Wesentlichen aus einem 15-geschossigen Wohnhochhaus sowie einem elfgeschossigen Bürohochhaus besteht. Neben 109 Wohnungen und Apartments sowie zahlreichem Büroraum wurden in den Erdgeschossen Läden und Cafés realisiert, die sich um einen neu geschaffenen, öffentlichen Platz gruppieren. Auf dem Grundstück standen bis zu der Neubebauung sechs- bis achtgeschossige, typische Londoner Bürobauten aus den 1950ern.
Vor allem die Fassaden, die in kräftigem Rot, Orange, Gelb und Grün gehalten sind, sorgten prompt für Streit und Kritik in der britischen Öffentlichkeit, die die Farbwahl für den verdichteten Standort für zu extrem hielt. Piano selbst bezeichnete die Fassaden als „splash of joy“, als farbige Lebenfreude, die der britischen Hauptstadt mal ganz gut tun könne.
Fuer das Stadtbild hinter dem Centre Point ist dieser Bau sicher ein auesserst gelungenes Werk.
Von schweren Fassaden haben wir in London sicherlich genug. Die Farben passen herrlich in diesen Teil Londons an dem so viele bedeutende Teilbereiche der Stadt aneinanderstossen.
Wenn man sich den Sockelbereich betrachtet hat das Bauteam ( uebrigens auch mit den Londoner Architekten Fletcher Priest ) einen fuer Londoner Verhaeltnisse offenen Raum gebaut, der trotzdem noch wirtschaftlich ist, da nicht zu gross.
Ich freu mich schon auf die Fertigstellung von the Shard an der Suedseite der Themse.
Und worauf freut Ihr Euch noch Deutschland ?
Nix gegen zeitgemäßes Konstruieren, wahrlich nicht, aber warum muss ich eine Lochfassade als zentimeterdünnen Windscreen vor ein Haus hängen?
Passt mir gar nicht.
Gruß, svenski.
Oder?