Vier auf einen Streich
Thüringer Staatspreise für Baukultur 2026 vergeben
Der Thüringer Staatspreis für Baukultur 2026 geht nach Apolda, Erfurt und in die Region Seltenrain. Denn gleich vier Projekte teilen sich die Ehrung, die das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur in Kooperation mit der Architektenkammer Thüringen, der Ingenieurkammer Thüringen und der Stiftung Baukultur Thüringen nach 2020/21 zum zweiten Mal in dieser Form ausgelobt hatte.
Unter den 20 Projekten der engeren Wahl vergab die neunköpfige Jury vier Staatspreise und sechs Auszeichnungen. Außerdem wählte das Publikum. Auffällig ist vor allem zweierlei: Viele Projekte wurden während der IBA Stadt-Land, die von 2012 bis 2023 in Thüringen stattfand, angestoßen oder vorangebracht. So stehen auch nicht die Namen einzelner Personen, Büros oder Bauherrschaften im Vordergrund, sondern die gemeinschaftliche Leistung aller Beteiligten. Als die Vertreter*innen der nominierten und prämierten Projekte vergangene Woche beim Baukulturfestival in Apolda zusammensaßen, war das Engagement, die Begeisterung und der Gemeinsinn spürbar, der sie alle vereint.
Staatspreise
- Aktivierung des Industriedenkmals Eiermannbau in Apolda zur Open Factory
- Gesundheitskioske in der Region Seltenrain
- Heizwerk Erfurt
- Johanniterzentrum Andreasgärten in Erfurt
Auszeichnungen
- Haus Bräutigam – Baukultur im Prozess in Schwarzburg
- Innerstädtischer Landschaftspark „Nördliche Geraaue“ in Erfurt
- Jenaplanschule Weimar
- Projekt Stadtmensch – Open Lab / Stadtbude in Altenburg
- Promenadendeck in Erfurt
- S T R O H ballen Klassenzimmer im Landgut Holzdorf
Publikumspreis: S T R O H ballen Klassenzimmer im Landgut Holzdorf
Zur Jury gehörten Katja Fischer von der Stiftung Baukultur Thüringen, die Architektinnen Ines M. Jauck und Nanni Grau, die Landschaftsarchitektin Sigrun Langner, die Ingenieur*innen Antje Simon, Heinrich Bökamp und Elmar Dräger, BDA-Präsident Alexander Poetzsch und Staatssekretär Tobias J. Knoblich. Sie entschied auf Grundlage des Davos Qualitätssystems für Baukultur, das 2018 verabschiedet worden war.
25.000 Euro Preisgeld standen zur Verfügung. Aufgerufen waren Planer*innen und Bauherr*innen mit Projekten in Thüringen, die zwischen Januar 2021 bis Dezember 2025 fertiggestellt wurden. Zugelassen waren Hochbauten ebenso wie Stadtplanungen, Freiräume oder Infrastruktur. Bei baukulturellen Projekten von Institutionen und Initiativen, die noch nicht abgeschlossen sind, konnte die Jury auch deren Wirkung innerhalb eines Zeitraumes beurteilen. (fm)
Weitere Informationen und Details zu den Beteiligten unter: www.staatspreis-baukultur-thueringen.de
