Community Land Trusts
Veranstaltung in Berlin
Community Land Trusts sind ein alternatives Eigentumsmodell, das darauf zielt, den Boden dauerhaft dem Markt zu entziehen und soziale Nachhaltigkeit zu fördern. Ein wesentliches Merkmal des Modells ist die Trennung von Boden und Gebäude. Der Boden ist Eigentum des Community Land Trusts (CLT), der es in Erbpacht vergibt.
Die Entscheidungsorgane des CLT sind paritätisch besetzt mit Gebäudeeigentümern, Vertreterinnen aus der Nachbarschaft sowie Fachleuten, was eine offene und lokal verankerte Verwaltung und Entwicklung der Liegenschaften garantieren soll. Neben der Unverkäuflichkeit des Bodens ist die Gemeinwohlorientierung zentral für CLTs.
Im anglo-amerikanischen Raum gibt es seit den Emanzipationsbewegungen der 1960er Jahre Community Land Trusts. 2021 wurde mit der Stadtbodenstiftung der erste CLT Deutschlands gegründet. Am morgigen Freitag, 17. Mai 2024 lädt die Stiftung in Kooperation mit dem europäischen Community-Land-Trust-Netzwerk zu einer Abendveranstaltung in Berlin.
Neben grundsätzlichen Vorträgen zum Thema werden sich vier bestehende CLTs aus Brüssel, Amsterdam, England und Wales sowie Rio de Janeiro vorstellen. Moderiert wird der Abend von Aslı Varol und Sabine Horlitz von der Stadtbodenstiftung, die 2020 im Gespräch mit BauNetz über die Ziele der Stiftung sprach.
Termin: Freitag, 17. Mai 2024, 18–22 Uhr
Ort: Refugio Berlin, Lenaustraße 3, 12047 Berlin
Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet zweisprachig auf Deutsch und Englisch statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
@noch ein Architekt bringt es da in vielen Dingen auf den Punkt:
Gerade das Stichwort der "Allmende": Das "Bündeln von Eigentumsrechten" und den
entsprechenden -Pflichten dazu hat Elinor Ostrom, erste Frau als Empfängerin des Ökonomie-Nobelpreises 2009 maßgeblich erforscht.
Infrastrukturen, Commons und Gemeingüter sind in (Bau- und Planungs-) Prozessen gerade heutztage
entscheidend und betreffen da auch eine erforderliche "Einbettung" in dividuelle oder besser:
"Dividuationen" im Kern anstrebende, als solche interagierenden Abläufe. Die Kernfrage lautet einmal mehr: Wem gehört denn nun die Stadt und: wie können Produktionsprozesse: Leben, Wohnen, Arbeiten im urbanen Raum friedlich organisiert werden, welche Perspektiven vermögen wir auch für und mit folgenden Generationen in Anbetracht von Migrationsdruck, Klimakrise und anderen zunehmenden Konflikten vermitteln? Dies zumal, da immer mehr Menschen in Städten leben, seit der großen UN-Habitat-Studie 2003 erwiesenermaßen mehr als 50% der Bewohner des Planeten.
Der "Altmeister der Stadt-Geographie" David Harvey sagt dazu:
"Die Freiheit, uns selbst und unsere Städte zu erschaffen und immer wieder neu zu erschaffen ist
meiner Ansicht nach eines der kostbarsten und dennoch am meisten vernachlässigten unserer
Menschenrechte."
Genossenschaften und ihre Neu-Formation, die Trennung von Grundstück und Bebauung ist ein aktuelleres Thema denn je.
Schönes Pfingst-Wochenende.
die grundstücke sind meist privatbesitz (ehem "wald am hang")
die jetzigen "nutzer" haben kein interesse sozusagen als legale personen in erscheinung zu treten.
die stadt hat KEIN interesse, die leute dort offiziell anzusiedeln da A diese grundstücke eben millionen wert wären (wenn man sie räumen könnte) und B die städte wie übrigens nirgends auf der welt "solche" leute (hier eben ganz klassisch randständige, arme, opfer von drogen) in der stadt wollen. höchstens als billig-personal.
man hat gesehen, wie zB die Olympischen Spiele die situation verschlimmert hat.
also man kann lange theoretisieren und workshops machen (vielleicht dann noch UNO-gefördert) aber die situation wird sich nicht ändern sondern vielleicht sogar begehrlichkeiten geweckt.
so haben die bewohner wenigstens ein (bescheidenes) dach über dem kopf und schlafen nicht im freien.
und da sich nicht mal die polizei reinwagt wird das auch so bleiben.
es sind viele illegale einwanderer (ja es gibt NOCH ärmere seelen). keiner dort hat ein interesse an einer gewissen formalität.
eine nette idee von wir- verbessern-die-welt-architekten aber eigentlich sinnlos
in london macht das eher sinn da zumindest grundlegende soziale und eigentumsrechtliche themen geklärt sind