Offener Maßstab, junge Ideen
Wettbewerb für München gestartet
„Gesucht: Neue Gedanken und Ansätze für München. Gefragt: Junge Akteure aus Architektur, Planung und anderen Disziplinen.“ Das steht über der Auslobung des interdisziplinären Ideenwettbewerbs „Open Scale – young & local ideas“, der sich an Berufseinsteiger richtet. Das Verfahren ist gestern mit einer „Kick-Off-Veranstaltung“ gestartet worden. Der Auslober, die Landeshauptstadt München, erläutert:
„Open Scale sucht nach zukunftsweisenden Ideen lokaler Akteure für die Münchner Stadtentwicklung. Open Scale ist offen in vielerlei Hinsicht: Bewerben können sich Teams verschiedener Disziplinen mit frei gewählten Themen. Einzige Maßgabe für den Beitrag ist der räumliche und inhaltliche Bezug zu München. Die Wahl des Maßstabs hingegen ist offen – ob sich die Beiträge mit einer übergeordneten Fragestellung beschäftigen, mit einem Stadtteil oder einem konkreten Areal, hängt von der eigenen Entdeckung und Sicht auf die Dinge ab.
Open Scale sucht Statements einer Generation, die aktiv ihre Stadt gestalten will. Die Bewerber sollten nicht älter als 40 Jahre sein und ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Metropolregion München haben.“
Der Wettbewerb beginnt mit einem offenen Bewerbungsverfahren. Zur Teilnahme aufgefordert sind junge, interdisziplinäre Teams. Der Einsendeschluss für diese erste Phase ist der 8. Mai 2009.
Ausgewählt werden daraus maximal sieben Teams zur weiteren Teilnahme. Diese erhalten eine finanzielle Anerkennung und die Gelegenheit zur Weiterbearbeitung ihrer Ideen im Rahmen einer Summer School. Aus diesen Ideen ermittelt und prämiert eine Jury schließlich die besten Beiträge. Eine Ausstellung im November sowie eine Publikation stellen die Ideen und Ansätze dem interessierten Publikum vor.
Teilnahmebedingungen unter www.openscale-muenchen.de
wo steht denn geschrieben, dass bei zuwenig aufträgen nur die etablierten büros "angefragt" werden sollen?
warum sind es 20 etablierte Büros ?
kann man nicht mischen oder mal nur den neuen eine chance geben ?!
die "etablierten" habe in der regel ihre schäfchen im trockenen.
der architektur würde das auch mal gut tutn.
ich finde nur noch selten wettbewerbsgewinne, die wirklich überzeugend sind.
vielleicht sollte man mal eine neue generation ranlassen und die leute (nicht-architekten) finden vielleicht wieder zugang zu architektur als teil ihrer kultur und diese wird deshalb zu einer notwendigkeit.
bei dem, was zur zeit häufig geboten wird ( ich meine mal nur wettbewerbe) dann kann ich den verdruss der nicht-architekten sehr ggut nachvollziehen.
wieso sollten sie ausschliesslicher selbstdarstellung übersteigerter egos auch noch eine notwendigkeit einräumen ?!
ich persönlich finde es schmerzhaft zu erleben, dass nur noch das geprotze nach aussen zählt.
es gab wirklich mal zeiten in der architektur, das spielten raumwirkung und die stimmigkeit zur hülle eine rolle.
man experimentiert und hängte sich nicht jedem trend an.
manchmal weiss ich wirklich nicht, wie ich einem laien erklären soll, was da wieder von den "etablierten" gebaut werden soll.
die architekten verspielen sich doch selbst die möglichkeit, ernst genommen zu werden
Architektur ist eine Qualität, keine Notwendigkeit.
Warum gibt die Stadt München "jungen Architekten" keine realen Chancen mehr in Form von offenen Architektenwettbewerben?
Weil eine unheilige Allianz aus etablierten Alt- und Uraltarchitekten, städtischer Planungsbürokratie und Architektenkammer - die sich nur noch als Vertretung der "Etablierten" (eine Minderheit) versteht, die Kammerbeiträge der "Anderen" ( die große Mehrheit) aber gerne vereinnahmt - verhindert, dass begabter Nachwuchs die Pfründen des Architektenestablishments bedrohen könnte.
Die Kammern unterstuetzen dieses Gehabe auch noch, passiv und aktiv und bemuehen sich einen .....k um ihren Nachwuchs (ausser deren Beitraege einzukassieren). Die AK Bayern ist da eine der Lachhaftesten ueberhaut im Lande. Das Wettbewerbssytem in Deutschland bedarf einer Reformation, dringenst.
Immer wieder nach dem Motto, man tut dem jungen Architekten damit etwas Gutes. Ausbeutung als Chance.
(Der Unterschied zwischen einem jungen und einem alten Architekten? Der Junge wird rot, wenn er Geld erhält - der Alte wird rot, wenn er keins bekommt.)