Landende Seemöwen
Wettbewerb für Nobelstiftung in Stockholm
Landende Seemöwen
Wettbewerb für Nobelstiftung in Stockholm
Es scheint derzeit ein beliebtes Spiel bei Wettbewerben zu sein: Listen mit namhaften bis berühmten Architekturbüros werden veröffentlicht, parallel dazu auch deren Entwürfe. Nur zugeordnet werden die Vorschläge vorerst nicht, dem Betrachter bleibt zunächst das Raten.
So handhaben es auch die Auslober des Wettbewerbs für das zukünftige Zentrum der Nobelstiftung auf Stockholms Halbinsel Blasieholmen. Passend in der Woche der Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreisträger, haben Anfang Oktober elf Büros ihre Vorschläge mit so klangvollen Titeln wie „Landende Seemöwen“ und „Schmetterling“ vorgelegt:
- 3XN Architects, Dänemark
- BIG Bjarke Ingels Group A/S, Dänemark
- David Chipperfield Architects, Deutschland
- Johan Celsing Arkitektkontor AB, Schweden
- Lacaton & Vassal Architectes, Frankreich
- Lundgaard & Tranberg Arkitekter A/S, Dänemark
- Marcel Meili, Markus Peter Architekten AG, Sschweiz
- OMA, Niederlande
- SANAA, Japan
- Snøhetta Oslo A/S, Norwegen
- Wingårdh Arkitektkontor AB, Schweden
Die Jury unter Vorsitz von Lars Heikensen, dem Direktor der Stiftung, verkündet im November zwei bis fünf Finalisten mit dem Ziel, in der letzten Phase noch zwei gegeneinander antreten zu lassen. Mit der Bekanntgabe des endgültigen Gewinners wird im April 2014 gerechnet.
Die Stiftung verbindet mit ihrem zukünftigen Sitz in Wasserlage hohe Ansprüche: Das Nobel-Zentrum soll ein Ort für „kreatives und innovatives Denken zur Findung für Lösungen heutiger und zukünftiger Herausforderungen“ werden.
Zum Thema
Ausführliche Beschreibungen der Entwürfe:
www.nobelcenter.se
Kommentare
beinbaumler
Wer will schon den Querschnitt? Ich will nur das Beste!
dave
ich kann das gemecker über die entwürfe in diesem fall wirklich nicht nachvollziehen und finde es mehr als ärgerlich. was ist es diesmal, unentdeckte genies? "der name als garant für attraction gekauft"? bullshit. meili peter? sensation? was wir hier bekommen ist ein querschnitt durch eine lebendige architekturszene, freundlicherweise und zum glück ohne hadid und libeskind (weil kein jüdisches museum). was könnte denn noch sein: ach ja, die "jungen" ranlassen, bestimmt. bei dem volumen in dieser berarbeitungstiefe und zeit... reality check bitte!
maja
so scheusslich, wie diese architekturen sind, ist es ohnehin belanglos was gewinnt. es bleibt die qual der wahl zwischen scheusal oder ungetüm. da wird nur noch der name als garant für attraktion gekauft...
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