Von Tarnung bis Statement
21 grüne Fassaden zum St. Patrick’s Day
Kommenden Dienstag, am 17. März, dreht sich alles um die Farbe Grün – zumindest in Irland. Der ursprünglich religiöse Feiertag St. Patrick’s Day geht auf das fünfte Jahrhundert zurück und ehrt Patrick von Irland, der als erster Missionar des Landes gilt. Heute hat sich der Tag zu einem weltweiten Ereignis entwickelt: Paraden, gefärbtes Bier, leuchtende Flüsse und angestrahlte Gebäude – alles in Grün. In Pubs rund um die Welt wird angestoßen, längst nicht mehr nur auf der grünen Insel.
Auch wir wollen mit einstimmen und stellen 21 Projekte vor, deren Fassaden sogar jeden Tag grün sind. Auffällig ist, dass die Farbe in der Architektur derzeit Konjunktur hat – besonders bei Bauten für Kinder wie Kitas oder Schulen. Ein Grund dürfte in der Wirkung liegen, die die Farbpsychologie benennt: beruhigend, freundlich, mit direktem Bezug zu Natur. Aber auch im Wohnungs- und Bürobau tauchen immer mehr Beispiele auf. Zwischen dem allgegenwärtigen Grau-Weiß-Beige-Gemisch fällt eine solche Fassade eben ins Auge – mal als waldartiger Ton, mal als leuchtendes Signal. Grün kann Gebäude also in die umgebende Landschaft einbinden, einen Kontrast setzen, beruhigen, markieren oder sogar ein wenig provozieren.
Denn klar ist: Die Farbe ist natürlich kein Garant für Nachhaltigkeit, auch wenn sie im Sprachgebrauch dafür steht. Es gibt grünen Beton ebenso wie grün lasierte Holzschindeln, Putz, Keramik oder Trapezblech. Die ökologische Qualität eines Gebäudes lässt sich daran nicht ablesen. Trotzdem zeigt sich, wie vielfältig die gestalterischen Möglichkeiten sind – und dass Architekt*innen sie zurzeit gerne ausspielen, aus welchen Gründen auch immer. (gk)
Teaser: Kita in Edermünde von Löser Lott und Lukas Droste Architekten. Foto: Löser Lott Architekten
Anders als Grün entfaltet die Komplementärfarbe Rot fast immer eine Signalwirkung. Vor einigen Jahren haben wir ihr eine eigene Projektsammlung gewidmet.




















