Vorbildliche Bauten 2026
Hessischer Staatspreis vergeben




Die „Vorbildlichen Bauten im Land Hessen 2026“ befinden sich in Kassel, Fulda, Hofbieber, Frankfurt, Darmstadt, Frankenberg (Eder) und Rüsselsheim. Vor Kurzem wurde der gleichnamige hessische Staatspreis vergeben. Die Auszeichnung existiert seit 1954 und wird dreijährig vom Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen, und die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen ausgelobt.
Der Preis richtet sich an Planer*innen und Bauherrschaften gleichermaßen. Dieses Jahr gliederte er sich in die vier Kategorien Architektur, Innenarchitektur, Freiraum- und Landschaftsplanung sowie Quartiersplanung und Stadtentwicklung. Aus insgesamt 106 Einreichungen nominierte die Jury unter Vorsitz von Anne Beer (Beer Bembé Dellinger) und Till Rehwaldt (Rehwaldt Landschaftsarchitekten) 23 Projekte für die Shortlist, die sie daraufhin vor Ort besichtigte. Fünf erhielten eine Auszeichnung, acht eine Anerkennung.
Das Motto der diesjährigen Ausgabe „Zwischen-Raum-Stadt-Land“ machte dabei einen weiten Rahmen auf – je nach Kategorie mit variierendem Fokus.
Kategorie Architektur
Die Auszeichnungen in der Sektion Architektur gingen an Häuser, die mit dem Bestand arbeiteten oder Baulücken füllten. Bemerkenswert: Zwei der drei Preisträger befinden sich in Kassel. Zwei der sechs Anerkennungen erhielt das gleiche Büro.
- Preisträger: Kunstraum Kassel von Innauer Matt Architekten (Bezau), Bauherrschaft: Universität Kassel
- Preisträger: Suffizienzhaus U10 in Kassel von foundation 5+ architekten (Kassel), Bauherrschaft: Baugemeinschaft U10
- Preisträger: Otto-Hahn-Schule – Revitalisierung eines Lernhauses in Nieder-Eschbach von o5 Architekten (Frankfurt am Main), Bauherrschaft: Magistrat der Stadt Frankfurt
- Anerkennung: Milseburghütte in Hofbieber von Reith Wehner Storch Architekten (Fulda), Bauherrschaft: Gemeinde Hofbieber
- Anerkennung: Kindertagesstätte St. Pius in Fulda von Reith Wehner Storch Architekten (Fulda), Bauherrschaft: Magistrat der Stadt Fulda
- Anerkennung: dgj228 Wohngruppe Gemeinsam Suffizient Leben in Frankfurt am Main von DGJ Architektur (Frankfurt am Main), Bauherrschaft: Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main
- Anerkennung: Gymnasium Nord in Frankfurt am Main von raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung (Frankfurt am Main) und Spreen Architekten (München), Bauherrschaft: Magistrat der Stadt Frankfurt am Main
- Anerkennung: Terminal 3 Flughafen Frankfurt von Mäckler Architekten / CHM Airport Planung (Frankfurt am Main), Bauherrschaft: Fraport AG
- Anerkennung: DELTA-Forum, Technische Universität Darmstadt Campus Lichtwiese von TU Darmstadt, Fachgebiet unter Johanna Meyer-Grohbrügge und Dezernat V, Baumanagement und Technischer Betrieb, Bauherrschaft: TU Darmstadt
Kategorie Innenarchitektur
Auch das prämierte Projekt im Bereich Innenarchitektur – die Transformation der ehemaligen Dondorf-Druckerei in Frankfurt – zeichnet sich laut Jury durch Erhalt, Wiederverwendung und Neu-Interpretation aus. Carsten Wiewiorra lobt etwa den kreativen Umgang mit alten gusseisernen Stützen, Abbruchziegeln oder Graffiti.
- Preisträger: Schirn x Dondorf Druckerei in Frankfurt am Main von Bjoern Schmidt Architektur (Frankfurt am Main) und raumlabor (Berlin), Bauherrschaft: Schirn Kunsthalle Frankfurt
Kategorie Freiraum- und Landschaftsplanung
In der Kategorie Freiraum und Landschaftsplanung wurde lediglich eine Anerkennung vergeben. Das Projekt, das Uferpark, Uferstraße und Klosterumfeld in Frankenberg an der Eder umfasst, verhandelt vor allem das Verhältnis von Gewässer, Landschaft und Verkehrsflächen.
- Anerkennung: Uferpark, Uferstraße und Klosterumfeld in Frankenberg von GTL Landschaftsarchitektur (Kassel), Bauherrschaft: Magistrat der Stadt Frankenberg (Eder)
Kategorie Quartiersplanung und Stadtentwicklung
Die beiden Projekte des Bereichs Quartiersplanung und Stadtentwicklung spannen laut Jury einen Bogen von der kleinmaßstäblichen Interaktion in Form einer Zwischennutzung bis zum quartiersübergreifenden Lösungsansatz mittels Nachverdichtung.
- Preisträger: Wohnanlage Hessenring in Rüsselsheim am Main von FFM-Architekten. Tovar + Tovar (Frankfurt am Main), Bauherrschaft: gewobau Gesellschaft für Wohnen & Bauen Rüsselsheim
- Anerkennung: Agentur des städtischen Wandels in Frankfurt am Main von HGP Architekten Leben Kilian (Frankfurt am Main), Bauherrschaft: Stadt Frankfurt am Main
Die Preisverleihung fand am 20. Oktober im Hessischen Ministerium der Finanzen statt. (mh)





